Hi, ich bin Dr. Claudia Kanitz

Dr. Claudia Kanitz, MSc., war über 20 Jahre selbständig in eigener Praxis tätig – als Zahnärztin, Kieferorthopädin, Kinderzahnärztin, Myofunktionstrainerin und Laserärztin, neben zahlreichen weiteren Spezialisierungen und Fortbildungen. Sie führte ihre Praxis mit unternehmerischer Verantwortung, medizinischer Präzision und einem ganzheitlichen Blick auf den Menschen, bevor sie selbst an Long Covid und ME/CFS erkrankte.

Die Erkrankung führte nicht nur zum Verlust ihrer Gesundheit, sondern zum Verlust ihrer Praxis – und letztlich auch des Zuhauses ihrer Kinder. Neben körperlicher Erschöpfung, kognitiver Einschränkung und gravierender neurologischer Dysregulation (gestörter Steuerung des Nervensystems) kamen Erfahrungen hinzu, die viele Betroffene kennen: falsche Freunde, gesellschaftliches Unverständnis und Demütigungen.

Schon vor ihrer eigenen Erkrankung beschäftigte sie sich intensiv mit Biohacking (gezielte Selbstoptimierung durch Ernährung, Bewegung und Technologie), Präventionsmedizin und Longevity-Ansätzen (Strategien für gesundes Altern). Sie studierte NeuroPsychoImmunologie (die Wissenschaft vom Zusammenspiel zwischen Nervensystem, Psyche und Immunsystem) und integrative Medizin, war zertifizierte Atemtherapie-Instruktorin und vertiefte sich in Regulationsphysiologie und Immunmodulation (gezielte Beeinflussung der Immunantwort). Dieses Wissen musste sie nun auf sich selbst anwenden.

Ihr eigener Therapiehund wurde vom Begleiter zum Halt im Alltag.

Aus der Behandlerin wurde die Patientin.

Aus der Ärztin eine Suchende.

Sie forschte weiter – im Liegen, im Dunkeln, mit Sprach- und Diktierfunktion. Sie studierte Leitlinien, analysierte Studien, prüfte Off-Label-Medikationen, evaluierte Supplementstrategien und suchte nach Zusammenhängen zwischen Neuroinflammation (Entzündungsprozessen im Nervensystem), mitochondrialer Dysfunktion (gestörter Energieproduktion in den Zellen) und gestörter Immunkompetenz. Gleichzeitig baute sie ein internationales Netzwerk auf und vernetzte sich mit engagierten Kolleginnen und Kollegen unterschiedlicher Fachrichtungen.

Sie beschreibt zudem, wie Kälteexposition und Eisbaden ihr Verständnis von Regulation veränderten – und wie Kräfte im Körper wirken, die man oft erst suchen, freilegen und behutsam aktivieren muss.

Immer begleitet von der zentralen Frage:

Was geschieht im Körper, wenn Regulation verloren geht?

Und was braucht er, um sie behutsam wiederzufinden?

Dieses Buch ist das Ergebnis dieser Suche.